# Kolloidales Gold 1000 ppm - hochkonzentriertes kolloidales Gold

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- Published: 2026-10-15T04:06:06+02:00
- Author: Kosmetik Shop

# Kolloidales Gold 1000 ppm: Definition, Konzentration, Herstellung und Lagerung

Kolloidales Gold ist Gegenstand zahlreicher werkstoffkundlicher, physikalischer 
und laborchemischer Untersuchungen. Wer sich mit den Eigenschaften hochkonzentrierter
Edelmetall-Dispersionen beschäftigt, stößt auf Parameter wie **Partikelgröße**, **
Reinheitsgrad**, **ppm-Konzentration** und **Herstellungsverfahren**. Dieser Fachbeitrag
erläutert die chemisch-physikalischen Grundlagen von kolloidalem Gold mit 1000 ppm
sowie die Qualitätskriterien bei der Produktion und Lagerung.

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## 1. Definition: Was ist kolloidales Gold und was bedeutet „1000 ppm“?

### Physikalisch-chemische Grundlagen

Unter **kolloidalem Gold** (in der Fachliteratur auch als _Goldsol_ bezeichnet) 
versteht man ein disperses System, bei dem mikroskopisch kleine, elementare Goldpartikel(
Nanopartikel) in hochreinem, demineralisiertem Wasser verteilt sind.

 * **Dispersion statt echter Lösung:** Im Gegensatz zu ionischen Goldsalzen (wie
   Goldchlorid) sind die Goldatome im Kolloid nicht chemisch aufgelöst. Es handelt
   sich um feste, metallische Kleinstpartikel, die im Dispersionsmedium Wasser schweben.
 * **Partikelgröße und Zeta-Potenzial:** Die einzelnen Goldcluster besitzen in hochwertigen
   Dispersionen einen Durchmesser von wenigen Nanometern (meist zwischen 1 und 20
   nm). Durch ihre gleichnamige elektrische Oberflächenladung (messbar über das 
   sogenannte _Zeta-Potenzial_) stoßen sich die Nanopartikel gegenseitig ab. In 
   Verbindung mit der _Brownschen Molekularbewegung_ verhindert dies das Absinken(
   Sedimentieren) der Partikel trotz der hohen Dichte von Gold.
 * **Optische Eigenschaften (Oberflächenplasmonenresonanz):** Echtes kolloidales
   Gold erscheint je nach Partikelgröße und Dichte nicht metallisch-gelb, sondern
   weist eine **rubinrote bis tiefviolette Färbung** auf. Dieses Phänomen entsteht
   durch die _Oberflächenplasmonenresonanz_, bei der die freien Elektronen an der
   Oberfläche der Goldnanopartikel mit dem einfallenden sichtbaren Licht interagieren.
   Mithilfe eines Laserstrahls lässt sich der Streulichtkegel der schwebenden Partikel
   sichtbar machen (_Tyndall-Effekt_).

### Was bedeutet die Konzentrationsangabe „1000 ppm“?

Die Maßeinheit **ppm** steht für _„parts per million“_ (Teile pro eine Million Teile)
und bezeichnet das Massenverhältnis zwischen dem dispergierten Edelmetall und der
Trägerflüssigkeit:

 * **1 ppm** entspricht exakt **1 Milligramm (mg) Gold pro 1 Kilogramm (ca. 1 Liter)
   Wasser**.
 * **1000 ppm** bedeuten folglich, dass **1.000 Milligramm (exakt 1 Gramm) reines
   Feingold in einem Liter Reinstwasser** dispergiert sind (0,1 Masseprozent).

#### Technische Besonderheit von 1000 ppm:

Während herkömmliche Goldkolloide häufig Konzentrationen zwischen 1 und 50 ppm aufweisen,
stellt **1000 ppm** ein **Hochkonzentrat** dar. Da bei einer solch hohen Teilchendichte
der mittlere Abstand zwischen den Nanopartikeln extrem gering ist, steigen die Anforderungen
an den Herstellungsprozess erheblich: Nur durch eine präzise abgestimmte Ladungsverteilung
und kleinste Partikelgrößen bleibt die Dispersion stabil, ohne dass die Teilchen
agglomerieren (verklumpen) und sich am Gefäßboden absetzen.

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## 2. Herstellung: Hochvolt-Elektrolyse und Reinheitskriterien

Die physikalische Stabilität von kolloidalem Gold hängt maßgeblich vom gewählten
Produktionsverfahren und der Reinheit der Ausgangsmaterialien ab.

### Das Hochvolt-Plasma-Verfahren (Physikalische Herstellung)

Da Gold als Edelmetall extrem reaktionsträge ist, lässt es sich mit einfacher Niedervolt-
Elektrolyse in reinem Wasser kaum abtragen. In der modernen Labor- und Verfahrenstechnik
kommt daher das **Hochvolt-Elektrolyse- bzw. Lichtbogenverfahren (nach Georg Bredig)**
zum Einsatz:

 1. **Einsatz von Feingold-Elektroden:** Zwei Elektroden aus zertifiziertem Feingold
    werden in ein Gefäß mit Reinstwasser eingebracht.
 2. **Hochspannungs-Entladung:** Durch präzise gesteuerte Hochspannungsimpulse wird
    unter Wasser zwischen den Elektroden ein mikroskopisches Plasmafeld erzeugt.
 3. **Thermisch-elektrische Zerstäubung:** Durch die hohe Energiedichte im Lichtbogen
    verdampfen kleinste Goldmengen an der Elektrodenoberfläche und kondensieren unmittelbar
    im kühlen Reinstwasser zu elektrisch geladenen Nanopartikeln.
 4. **Frei von chemischen Zusätzen:** Im Gegensatz zur chemischen Reduktionsmethode(
    nach Turkevich), bei der Goldsäure mithilfe von Citraten oder anderen Reduktionsmitteln
    umgesetzt wird, benötigt das physikalische Hochvolt-Verfahren **keinerlei Stabilisatoren,
    Salze oder chemische Zusätze**. Das Endprodukt besteht zu 100 % aus reinem Wasser
    und elementaren Goldpartikeln.

### Die 3 zentralen Reinheitsanforderungen

Um eine Verunreinigung oder vorzeitige Entladung des Kolloids auszuschließen, gelten
in der Herstellung strenge Laborstandards:

 * **Feingold-Reinheit von mindestens 99,99 % (24 Karat):** Die verwendeten Goldelektroden
   müssen mindestens den Standard _„Four Nines Fine“ (999,9)_ erfüllen, damit keine
   Fremdmetall-Ionen (z. B. Kupfer oder Silber) in die Flüssigkeit gelangen.
 * **Ultrapures Reinstwasser (Typ 1 / Aqua bidestillata):** Als Trägerflüssigkeit
   dient mehrfach destilliertes und deionisiertes Laborwasser mit einer minimalen
   Restleitfähigkeit von **< 0,1 µS/cm**. Befänden sich Mineralien oder Elektrolyte
   im Wasser, würden diese die elektrische Ladungshülle der Goldpartikel aufheben
   und zur sofortigen Ausflockung führen.
 * **Inerte Gefäßmaterialien:** Die Produktion erfolgt ausschließlich in reaktionsfreien
   Laborgefäßen (z. B. aus Borosilikatglas), um das Herauslösen von Fremdstoffen
   aus dem Behälter zu verhindern.

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## 3. Richtige Lagerung und Haltbarkeit

Da es sich bei kolloidalem Gold um ein physikalisch sensibles Ladungssystem handelt,
beeinflussen äußere Faktoren die Stabilität der Dispersion:

 * **Lichtschutz (Violettglas / Braunglas):** UV-Strahlung und direktes Sonnenlicht
   können das elektrische Ladungsgleichgewicht der Nanopartikel beeinträchtigen.
   Hochwertige Kolloide werden daher in **Miron-Violettglas** oder lichtundurchlässigem
   Braunglas aufbewahrt.
 * **Konstante Raumtemperatur:** Die Lagerung sollte kühl und trocken bei konstanter
   Zimmertemperatur (ideal zwischen **15 °C und 22 °C**) erfolgen. Eine Aufbewahrung
   im Kühlschrank oder das Einfrieren der Flüssigkeit ist zu vermeiden, da starke
   Temperaturschwankungen die Brownsche Molekularbewegung verlangsamen und das Verklumpen
   der Partikel begünstigen.
 * **Abstand zu elektromagnetischen Feldern:** Das Gefäß sollte nicht in unmittelbarer
   Nähe von starken Magnetfeldern oder elektronischen Strahlungsquellen (z. B. WLAN-
   Routern, Mikrowellen, Netzteilen oder Lautsprechern) gelagert werden, um das 
   Zeta-Potenzial der Kolloide zu erhalten.
 * **Vermeidung von Kontamination:** Beim Öffnen der Flasche darf die Flüssigkeit
   nicht mit Metallen, organischen Stoffen oder Leitungswasser in Berührung kommen,
   da bereits geringste Elektrolyt-Einträge die Stabilität von 1000-ppm-Konzentraten
   beeinträchtigen können.

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## 4. Rechtlicher Hinweis & Klassifizierung

Kolloidales Gold ist ein technisches bzw. laborchemisches Rohstoff- und Forschungsprodukt.
Gemäß den geltenden Bestimmungen der Europäischen Union (insbesondere der **Novel-
Food-Verordnung (EU) 2015/2283**) ist kolloidales Gold **nicht als Lebensmittel 
oder Nahrungsergänzungsmittel zugelassen**. Der Verkauf und die Bereitstellung erfolgen
ausschließlich zu technischen, wissenschaftlichen, analytischen oder weiterverarbeitenden
Zwecken als Laborbedarf.
